Pflug – aus der Landwirtschaft nicht wegzudenken

Pflug - aus der Landwirtschaft nicht wegzudenkenWas war es für anstrengende Zeiten, als es noch keinen Pflug gegeben hat. Sicherlich ist es für die ersten Bauern überaus schwer gewesen, den Boden für die Saat vorzubereiten. Sicherlich hat es Jahre gedauert, bis ein Feld so viel Ernte abgeworfen hat, dass man von einem guten Boden sprechen konnte. Und dann hat jemand den ersten Pflug erfunden. Wie? Das weiß heute wohl niemand mehr so genau. Aber es ist gut, dass er die Erfindung gemacht und sie auch an andere weitergegeben hat. Denn nichts hat die Landwirtschaft so revolutioniert wie der Pflug. Was einst vermutlich ein Stock gewesen ist, ist heute ein hochmodernes Gerät, mit dem die Landwirte auch große Feldereinheiten in kurzer Zeit für die Saat fertig machen können. Aber gibt es tatsächlich nur die großen Pflüge oder gibt es sie auch in einer Nummer kleiner für den Gebrauch im heimischen Garten? Glücklicherweise ist die Antwort: Ja, es gibt sie!

In der Landwirtschaft

Hat man früher den Ochsen vor den Pflug gespannt, ist es heute ein extrem großer Traktor mit viel PS, der den Pflug meist nicht alleine zieht. Denn die heutigen Modelle sind zusammengesetzt aus Pflug und Egge. Einige besitzen sogar Walzeinheiten, die separat an den Pflug gehängt werden können. Auch könnte man, wenn man wollte, Pflug und Egge auseinanderkoppeln. Aber warum sollte man dies tun, wenn man doch einen einzigen Arbeitsgang für beide Aufgaben nutzen kann. Neben der Arbeitszeit spart es auch noch Treibstoff für den Traktor. Es hat also nur Vorteile, alles zusammen zu erledigen. Da diese Gerätschaften meist sehr teuer sind, schließen sich oftmals mehrere Landwirte zusammen, um sich das Gerät gemeinsam anzuschaffen. Dann bedarf es nur einer guten Planung, damit auch alle rechtzeitig mit ihrer Arbeit fertig sind.

Auch eine Art Pflug – die Gartenhacke

Ja, so ist es tatsächlich. Genau genommen macht die Gartenhacke nichts anderes als der große Pflug des Landwirtes. Natürlich ist sie aber klein genug, um mit der Hand und einem eher geringen Kraftaufwand bewegt zu werden. Ist sie erst einmal in Gang, so zieht sie sich selbst durch den Boden. Man braucht nur noch hinterherlaufen. Den Rest macht die Gartenhacke von alleine. Entsprechend der Gartengröße sind unterschiedlich große Modelle im Handel, sodass niemand eine Gartenhacke kaufen muss, die eigentlich viel zu groß für den Garten und auch für die danach zu erfolgende Unterbringung ist. Zudem wird bei der Gartenhacke nach dem Antrieb unterschieden: Elektro- oder Benzinmotor. Sie werden es vermutlich schon geahnt haben: Die Elektrogartenhacke ist eher für die kleinen Gärten gedacht. Bei den großen Gärten ist schon aufgrund der Größe die Elektrohacke mitsamt dem Verlängerungs-Stromkabel eher unpraktisch.

Der Pflug für den Aufsatzmäher oder Kleintrecker

Es ist schon toll, was es alles an Zubehör für den Kleintrecker und auch den Aufsatzmäher gibt. Natürlich bieten bei weitem nicht alle Hersteller so viel Zubehör an. Sicherlich – es ist selbstverständlich kostenpflichtig. Zu verschenken hat ja niemand etwas. Aber Achtung – es muss schon das richtige Modell sein, sonst passt es nicht zur dem Kleintrecker oder dem Mäher. Am besten fragen Sie den Fachhändler, bei dem auch das Antriebsfahrzeug gekauft wurde, welche Modelle am besten mit diesem Traktor zu kombinieren sind. Aber seien wir ehrlich: Der Kleintraktor lohnt sich in der Anschaffung tatsächlich erst, wenn man mindestens über 1 Hektar Land verfügt und sich mit der Selbstversorgung beschäftigt. Für den Selbstversorger mit weniger Landfläche sind kleinere Gartenhacken wesentlich effizienter. Eine maximale Breite von 120 Zentimeter sollte dabei nicht überschritten werden. Sonst wird das Gerät in der Handhabung zu sperrig, zu unhandlich. Ebenso ist auf die Arbeitstiefe zu achten. Haben wir es im 20. Jahrhundert noch gelernt, dass man stets einen Spatentief umgraben soll, ist man diesbezüglich unterschiedlicher Meinung. Sicherlich – ein Feld, das einige Jahre brachlag oder anderweitig, etwa als Koppel genutzt wurde, muss erst einmal wieder zum Anbau von Nutzpflanzen vorbereitet werden. Dazu gehört natürlich auch das tiefe Umpflügen. Nur so kann der Boden wieder aufgelockert werden. Eventuell sind hierfür natürliche Bodenzusätze notwendig. Aber auch diese können nur in die Erde eindringen, wenn diese bis zu einem bestimmten Punkt gelockert wurde. In den Folgejahren ist es dann nicht mehr notwendig, so tief zu graben. Die normale Arbeitstiefe bei Elektrogartenhacken beträgt gut 20 Zentimeter. Bei Benzinbetriebenen Modellen kann von einer größeren Arbeitstiefe ausgegangen werden. Allerdings ist diese ja individuell steuerbar, sodass man tatsächlich immer nur so tief gräbt, wie es auch nur eingeplant ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Bitte auf die Qualität achten

Aber selbstverständlich werden viele Leser nun sagen. Aber ehrlich: Es gibt günstige Modelle, die unter anderem beim Discounter im Angebot sind. Doch sind diese qualitativ nicht zu empfehlen. Denn sie sind kostengünstig produziert, was bedeutet, dass sie im „Härtetest“ nicht ausreichend belastbar sind. Das bedeutet konkret: Beete, die bereits seit Jahren genutzt und neu umgegraben werden sollen, können durchaus von diesen Geräten bearbeitet werden, ohne das die Geräte Schaden nehmen. Haben wir es aber mit einem festen Boden zu tun, auf dem die letzten Jahre Tiere liefen, etwa eine alte Pferdekoppel, sieht die Sache anders aus. Hier wird ein wenig mehr Power benötigt. Allerdings bedeutet der benzinbetriebene Motor nicht automatisch, dass die Verarbeitung aller Teile eine hohe Qualität aufweist. Seien Sie so klug und lassen Sie sich gut beraten, damit dies alles seine Richtigkeit hat. Beratung bedeutet ja noch lange nicht kaufen. Und kaufen bedeutet nicht, dass Sie sich für das teuerste Modell zu entscheiden haben.

Fazit

Der Pflug ist ein Gerät, dass in der Landwirtschaft sowohl zu Beginn als auch am Ende einer Vegetationsperiode dringend benötigt wird, um die Felder für die Saat vorzubereiten oder die auf dem Feld verbliebenen Reste als natürlicher Dünger unter die Erde zu bringen. Meist erfüllen sie zudem den Zweck der Bodenauflockerung. Und diese ist für jeden Boden wichtig. Selbiges geschieht im kleinen Rahmen. Natürlich ist es neben der Zeitersparnis auch eine Pflege des Bodens, und diese hat jeder Boden vor und nach einer Wachstumsperiode redlich verdient, finden Sie nicht?